Boeuf Bourguignon

Boeuf Bourguignon

Boeuf Bourguignon – der französische Klassiker neu interpretiert

Boeuf Bourguignon! Ein traumhaftes Fleisch-Schmorgericht aus dem Burgund – daher der Name Bourguignon – das dort traditionell mit dem berühmten Burgunder-Rotwein gekocht wird.

Manchmal muss es einfach Fleisch sein und dann koche ich dieses Gericht total gerne! Entweder es sitzen dann 6 – 8 Leute um den Tisch – oder ein Teil wandert in die Truhe für harte Zeiten…

Zartschmelzender, würziger Fleischgenuss – stundenlang im Ofen sanft gegart. Das Boeuf wird gerne mit Gratin dauphinois gereicht (das ist ein köstlicher Kartoffelauflauf) … und NEIN – dazu gibt es keine Spätzle!! 🙂 natürlich mit frischem Baguette zum Auftunken der köstlichen Soße. Wer Gemüse dazu braucht: Grüne Prinzessbohnen in Butter oder Olivenöl geschwenkt – et tout va bien!

Zum Fleisch: Super geeignet ist Entrecôte – die sogenannte Hochrippe – oder auch gut abgehangenes Gulaschfleisch aus der Schulter. Aber auf jeden Fall muss es Fleisch erster Güte sein und wenn möglich biologisch!

In den französischen Rezepten werden sehr oft Pilze und auch kleine Kartoffeln entweder direkt mitgekocht oder separat dazu gereicht. Kann man machen – es schmeckt aber auch ohne. Auch Speck findet man, denn das ist natürlich ein super Geschmacksträger – es geht jedoch auch sehr gut ohne – so kann man auch Nichtschweinefleischesser beglücken!

In der ayurvedischen Küche bereitet man Gerichte generell mit solchen Gewürzen zu, die für eine bessere Verträglichkeit sorgen – sprich, die der Verdauung förderlich sind.

Nelken, Piment, Ajwain-Kümmel, Kumin, Zimt, Pfeffer, Chili, Provence-Kräuter oder auch frischer Rosmarin passen super zu diesem Gericht und machen es bekömmlicher – ich ergänze noch mit Zitronenschale und evtl. kandierten Orangenscheiben, Ingwer, Schalotten, Knoblauch – génial!

Zum Wein: Wie gesagt, eigentlich wird mit Burgunder-Wein gekocht – aber der ist zum einen sehr teuer und da trinke ich ihn ehrlich gesagt lieber, als ihn stundenlang zu verkochen und außerdem ist ein guter Côtes du Rhône oder ein Hérault mindestens ebenso gut geeignet! Bitte aber keinen Billigwein aus der Tüte nehmen – die Qualität muss schon stimmen – das schmeckt man!

Ich hoffe, ich habe euch schon etwas den Mund wässrig gemacht – wartet erstmal ab, wenn ihr euer Boeuf dann auf dem Teller habt… Mein Boeuf Bourguignon hat schon manchem Gast glückliche Seufzer entlockt :-).

Das Rezept reicht locker für 6 – 8 Personen!

Rezept:

Zutaten:

  • 2 kg Hochrippe / Entrecôte oder Gulaschfleisch aus der Schulter – in große Stücke geschnitten (Würfel von ca. 5 bis 8cm schneiden lassen)
  • (optional: 50 Gramm gewürfelten Speck)
  • mindestens 3 – 4 Esslöffel Ghee zum Anbraten der Gewürze und des Fleisches (nach Bedarf)
  • 10 Stück Schalotten geschält – ganz lassen!
  • 3 Zehen Knoblauch geschält – in Scheibchen schneiden
  • 1 Finger Ingwer – waschen und in Scheibchen schneiden
  • Gewürze – alle im Mörser zusammen zerreiben:
  • 4 Nelken
  • 3-4 Pimentkugeln
  • 1 Teelöffel Ajwain – Kümmel ( oder normalen Kümmel)
  • 5 cm Stück Zimtstange
  • 1/2 Teelöffel roter Pfeffer
  • 1 frische Chili / oder getrocknet – aber Achtung!
  • 1 Esslöffel getrocknete Kräuter der Provence (toll ist auch frischer Rosmarin!)
  • 3-4 Stücke Zitronenschale und z.B. auch kandierte Orangenschale (sehr lecker!)
  • 3 – 4 große Tomaten und/oder 500 ml Tomatensugo
  • 2 Teelöffel Salz – lieber vorsichtig anfangen – besser nachwürzen
  • mind. 1 Liter trockener Rotwein (Burgunder, Hérault, Côtes du Rhône)
Boeuf Bourguignon – so einfach – so köstlich !

Zubereitung:

In einem großen Bräter (Miele hat einen wirklich tollen gusseisernen Bräter, mit dem man auf dem Herd kochen, den man aber auch wie ein Blech in den Ofen schieben kann!) die Fleischstücke in heissem Ghee von allen Seiten anbraten. (Wer Speck dazu tun will – das ist DIE Gelegenheit).

In einer extra Pfanne gemörserten Gewürze in Ghee sanft anbraten, Schalotten ganz dazu, Knoblauchscheiben, Chili und Ingwer dazu – sanft weiterbrutzeln. Zitronenschale dazu, evtl. Orangenschale.

Die Gewürzmischung zum Fleisch geben und alles miteinander vermengen. Salzen nicht vergessen.

Tomaten /Tomatensugo und den Rotwein dazugegeben. Fleisch schön darin wenden und kurz aufkochen lassen.

Nun kommt das Fleisch im Bräter zugedeckt in den auf 150 Grad (Heissluft 140 Grad ) vorgeheizten Backofen auf die mittlere Schiene schieben.

Und bleibt dort mindestens 3 Stunden – gerne länger!

Bitte hin und wieder den Deckel heben und prüfen, ob genug Flüssigkeit drin ist. Das Fleisch sollte gerade so bedeckt sein, später kocht es natürlich etwas mehr ein. (Evtl. sonst noch etwas Wein hinzufügen – ist aber meist nicht nötig).

Nach 3 Stunden – oder bis zu 4 Stunden – ist das Fleisch sicher butterweich und eventuell kannst Du noch etwas nachsalzen.

FERTIG!

Mit Baguette, Gratin Dauphinois oder sogar mit Naan-Waffeln – und fränkischen Kartoffelklößen 😉 – … es schmeckt „tout simplement“ göttlich!

Fleisch ist schwer verdaulich – so gilt eigentlich für alle Doshas: Am besten als Mittagessen, nicht zu viel davon essen … und gut kauen :-). Vata und Pitta dürfen wie immer etwas mehr, Kapha hält sich bitte etwas zurück oder nimmt nicht zu viel Beilagen. Aber das wichtigste überhaupt: GENIESSEN!! Denn was man genießt, bekommt einem in der Regel auch gut!

Bon appétit!

à table!